Wesenstest,Sachkundenachweis,Rassegutachten,Begleithundeprüfung

Quelle Bildzeitung vom 07.12.2011

Quelle MAZ vom 13.01.2009

POLIZEIBERICHT


KAMPFHUND beißt Mädchen ins Gesicht


ZEHDENICK/ORANIENBURG Ein KAMPFHUND hat in Zehdenick (Oberhavel) einem fünfjährigen Mädchen ins Gesicht gebissen. Dabei habe der laut brandenburgischer Hundehalterverordnung als gefährlich geltende Bullterrier das Kind nach ersten Erkenntnissen leicht verletzt. Demnach wollte das Mädchen den Hund streicheln, als es am Sonntag zu Besuch in der Wohnung des Halters war. Die alarmierten Rettungskräfte veranlassten die Unterbringung des Hundes in einem Tierheim.

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Quelle: Märkische Allgemeine, Neues Granseer Tageblatt, 27.01.2010


HUNDEATTACKE auf Fünfjährige Gericht Enrico V. aus Zehdenick steht wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht

Ein tragischer Fall von Körperverletzung musste gestern am Amtsgericht Zehdenick verhandelt werden. Am 11. Januar vorigen Jahres hat der Hund des angeklagten Enrico V. aus Zehdenick ein fünfjähriges Mädchen, das zu Besuch in seiner Wohnung war, ins Gesicht gebissen.
ZEHDENICK Eigentlich sollte es ein besonders schönes Wochenende für die kleine Chantal werden, als ihr Vater sie am 11. Januar 2009 zu benachbarten Freunden und deren Kindern in der Zehdenicker Straße der Jugend brachte, die sie schon des öfteren besucht hatte. Das kleine Mädchen kannte auch den Familienhund Leo. Sie hatte allerdings immer eine etwas grobe Art, mit dem Tier zu spielen, sagten der Angeklagte Enrico V. sowie der Vater des Mädchens. Als es dann zur Attacke von Leo auf Chantal kam, waren die drei Kinder allein im Kinderzimmer, die Mutter hängte gerade Wäsche auf und Enrico V., war in der Küche. Der hörte plötzlich das Mädchen schreien, lief zu den Kindern und als er die blutende Kleine sah, benachrichtigte er sofort den Notarzt und die Polizei. Chantal wurde mit Verletzungen an Wangen, Nase und Lippen ins Krankenhaus gebracht. Ihr Vater, Markus H., sagte aus, dass seine Tochter Glück gehabt habe, denn es seien kaum noch Spuren dieser Blessuren zu bemerken. Sie war auch von klein auf an Hunde gewöhnt, sie hatten selbst zwei gehabt.
Enrico V. ist wegen Körperverletzung angeklagt. Vor dem Amtsgericht Zehdenick begann gestern der Prozess gegen den Zehdenicker. Sein Hund Leo war zur Tatzeit eineinhalb Jahre alt. Enrico V. hatte ihn als vier Wochen alten Welpen auf einem polnischen Markt gekauft. Der kleine Kerl habe ihm einfach Leid getan, sagte er. Die Grenzbeamten machten ihm dann klar, dass für die Einführung des Hundes eine tierärztliche Untersuchung unabdingbar sei. Als die Tierärztin ihr Okay für die Überführung des Boxermischlings gab, kam Leo dann endgültig in sein neues Zuhause. Er sei ein richtiges Familientier gewesen und hatte bis dahin keinem etwas zu Leide getan, beschrieb sein Herrchen den Mischling. Bis es zur Attacke auf Chantal kam. Die Polizei brachte noch am gleichen Tag Leo ins Tierheim Tornow.
Zehdenicks Ordnungsamtsleiter Roland Kurze sagte gestern als Zeuge vor dem Amtsgericht aus: "Wir haben den Fall erst am Montag nach dem Wochenende auf den Tisch bekommen." Der Hund sei nicht angemeldet gewesen. Und der Angeklagte hätte zuerst einmal ein Führungszeugnis beantragen müssen; trotz mehrerer Aufforderungen sei das bis heute nicht geschehen. "Deshalb bleibt die Einziehung des Hundes durch das Ordnungsamt bestehen."
Für die Urteilsfindung will das Gericht noch einen Gutachter hören, der die Gefährlichkeit des Tieres einschätzen soll. Außerdem sollen die Pflegeeltern zu Wort kommen, bei denen Chantal seit einem halben Jahr lebt. Der Prozess wird am 11. Februar fortgesetzt. orla

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Quelle: Märkische Allgemeine, Neues Granseer Tageblatt, 16.02.2010

 
Gutachter rettet Leo Justiz Hundehalter zur Geldstrafe verurteilt

ZEHDENICK Der Hund Leo und seine Attacke auf ein fünfjähriges Mädchen waren am vergangenen Donnerstag noch einmal Gegenstand einer Gerichtsverhandlung. Wegen fahrlässiger Körperverletzung war der Hundehalter Enrico V. angeklagt. Er wurde der Vernachlässigung seiner Aufsichtspflicht für schuldig befunden und zur Zahlung von 1200 Euro verurteilt.
Der Zehdenicker hatte am 11. Januar 2009 drei Kinder im Kinderzimmer seiner Wohnung mit dem Hund allein gelassen und so auch nicht sehen können, dass die fünfjährige Chantal den Hund ärgerte, woraufhin dieser zubiss. Ihre Verletzungen an Nase, Wangen und Oberlippe sind aber inzwischen gut verheilt. Zum Charakter und zur Herkunft des Hundes machte der tierpsychologische Gutachter Dietmar Busse sehr interessante Ausführungen. Der Hund ist zweifelsfrei in Polen gezüchtet, eine Mischung, bei der nicht auszuschließen ist, dass vor vier oder fünf Generationen einmal ein KAMPFHUND in der Ahnenreihe gewesen war. Als die Begutachtung stattfand, war Leo seit sieben Tagen im Zwinger in der Tiernotaufnahme Tornow des Tierschutzvereins Oberhavel, eine ausgesprochene Stresssituation für das familiengewöhnte Tier. Der Gutachter hatte seine fünfjährige Enkeltochter zu dem Test mitgenommen. Er ließ dem Hund Zeit, sich zu beruhigen. Dann war seine Zutraulichkeit, auch dem Kind gegenüber, nicht zu übersehen. Er bettelte direkt um Streicheleinheiten! "Es wäre wünschenswert, wenn er wieder Familienanschluss fände", sagte der Gutachter.

Allerdings sind einige Auflagen daran geknüpft: Der Hundehalter muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen und ein Negativgutachten. Dann erst würde der Hund in die Kategorie II eingestuft und das Ordnungsamt kann die Zulassung erteilen. Er darf aber nur mit Maulkorb und Leine geführt werden. KAMPFHUNDe der Kategorie I sind in Brandenburg verboten und werden getötet. Diesem Schicksal ist Leo durch das Gutachten entgangen. orla

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Quelle: Märkische Allgemeine, Neue Oranienburger Zeitung, 17.02.2010

BISSATTACKE Hundehalter zur Geldstrafe verurteilt


ZEHDENICK Der Hund Leo und seine Attacke auf ein fünfjähriges Mädchen waren jetzt noch einmal Gegenstand einer Gerichtsverhandlung. Wegen fahrlässiger Körperverletzung war der Hundehalter Enrico V. angeklagt. Er wurde der Vernachlässigung seiner Aufsichtspflicht für schuldig befunden und zur Zahlung von 1200 Euro verurteilt.
Der Zehdenicker hatte am 11. Januar 2009 drei Kinder im Kinderzimmer seiner Wohnung mit dem Hund allein gelassen und so auch nicht sehen können, dass die fünfjährige Chantal den Hund ärgerte, woraufhin dieser zubiss. Ihre Verletzungen an Nase, Wangen und Oberlippe sind aber inzwischen gut verheilt.
Zum Charakter und zur Herkunft des Hundes machte der tierpsychologische Gutachter Dietmar Busse interessante Ausführungen. Der Hund ist zweifelsfrei in Polen gezüchtet, eine Mischung, bei der nicht auszuschließen ist, dass vor vier oder fünf Generationen einmal ein KAMPFHUND in der Ahnenreihe gewesen ist. Als die Begutachtung stattfand, war Leo seit sieben Tagen im Zwinger in der Tiernotaufnahme Tornow des Tierschutzvereins Oberhavel, eine ausgesprochene Stresssituation für das familiengewöhnte Tier. Der Gutachter hatte seine fünfjährige Enkeltochter zu dem Test mitgenommen. Er ließ dem Hund Zeit, sich zu beruhigen. Dann war seine Zutraulichkeit, auch dem Kind gegenüber, nicht zu übersehen. Er bettelte direkt um Streicheleinheiten! "Es wäre wünschenswert, wenn er wieder Familienanschluss fände", sagte der Gutachter.

Noch ein Kommentar meinerseits,es handelte sich nicht um einen Bullterrier,sonder um einen American Bulldog-Alano Mischling
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Märkische Allgemeine 18.Juli 2004

Mit der Boa in den Pool

Dietmar Busse lebt mit einer tierischen Großfamilie zusammen / Zu seinen Lieblingen zählen auch schlangen

Autor: Gudrun Ott

Groß Beuthen.

Man kennt das. Bitte nimm meine Katze, es ist nur für den Urlaub. Dann, die drei Wochen sind um, und der Stubentiger wird nicht abgeholt. Aus dem, was zuerst nur ein Pflegetier sein sollte, wir ein Freund den man dann irgendwann auch nicht mehr hergeben würde. Vorstellbar bei einer Katze, bei einem Hund, einem Wellensittich. Aber bei einer Schlange? Dietmar Busse wurde einst gebeten, sich einer Regenbogenboa anzunehmen. Es war Winter. Und weil auch eine Pflegeschlange wärmende Zuwendung braucht, steckte er sie unter seinen Pullover und fuhr heim. Als er nach gut einer stunde aus dem Auto stieg, hatte sie sich um seinen Oberkörper gewickelt. So ist das bei Würgeschlangen. Aber die würgen eben nur bei Gegenwehr. Und weil der Mann sich völlig ruhig verhielt und nur bei seiner Ehefrau Jutta eine leichte und zum Glück vorübergehende Panikattacke auftrat, löste sich das Tier nach einem Abendessen zu dritt von Dietmars Körper ohne irgendeinen Schaden verursacht zu haben. Im Gegenteil. Das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Die Regenbogenboa kam zunächst im Arbeitszimmer unter, wo sie, auf einem Deckenbalken ruhend, den Dingen einigermaßen gelassen entgegensah. Als sie eines Tages verschwand, trotz geschlossener Fenster und verschlossener Tür, nahm Dietmar Busse die Holzverkleidung von den Wänden. Da lag sie und schlief. Weil er aber keine Lust auf ständiges Versteckspiel hatte begann der 53-Jährige unter der dachschräge seines Hauses ein neues Zimmer anzubauen.“Wenn man ein Tier hat, so soll es leben, wie es auchin der Natur leben würde“, nach diesem Grundsatz gestaltete er den Raum. Schlangen brauchen frisches wasser, damit sie sich häuten können.

30 Kilo schweres Kriechtier

Also bekam das „Schlangenzimmer“ neben diversen Baumstämmen auch einen Wasserfall. Nun ist nicht genau erforscht, sind Schlangen Einzelgänger oder leben sie lieber in Gemeinschaft. Nicht umsonst spricht man in der Literatur vom „Schlangennest“, meinte Sohn Marcel. 29 Jahre alt und mit eigenem Hausstand, da hat man ausder Entfernung gut reden. Auf diese Weise angeregt, kam es Dietmar Busse nun häufiger so vor, als sei die Regenbogenboa trotz Wasserfall und Familienanschluss manchmal sehr introvertiert und die Regenbogenfarben, von denen sie ihren Namen hat,schienen immer weniger zu leuchten. Da war es zwingend, sich für eine zweite Regenbogenboa zu entscheiden. Inzwischen sindsie zu vierzehnt. Zehn Boas, davon eine gelbe, die 30 Kilo auf die Waage bringt wenn sie ausgewachsen ist. Die restlichen vier sind Pythons.

Die Zähne ausgebissen

Der Hund der Familie, ein American Bulldog, kann den Schlangen nichts abgewinnen. Ihn haben sie angezischt, als er nur mal den Kopf in ihr „Reich“ gesteckt hat. Seitdem macht er auch um den Pool einen vorsorglich großen Bogen, wenn Herrchen Dietmar und Sohn Marcel mit den Schlangen schwimmen. Nein, nicht mit allen vierzehn. Nur zwei Pythons dürfen mit ins Wasser. Und nur im Sommer wenn es warm genug ist. Und dann ist das wasser auch nicht gechlort. Jutta Busse will an solchen Tagen nicht baden, obwohl im Pool noch genügend Platz währe. Für sie ist die Toleranzgrenze erreicht.“Ich bin schon froh, dass sie sich so überwinden kann“ ,seufzt ihr Mann. Und während er seine Lieblinge behutsam wieder in die obere Etage des Hauses trägt, darf Graupapagei ELLI eine Runde auf dem American Bulldog reiten. „Menschenskind, Ruhe“ schreit dann KAKA Graupapagei Nummer zwei, der auch winseln und wie der Hund bellen kann, Nur reiten darf er nicht.“Weil er den Hund ruft und ihn dann beißt, kann der ihn nicht leiden“, erklärt Jutta Busse die Unstimmigkeit. Sie geht über den Bohlensteg zu den beiden angelegten Teichen, um die Fische zu füttern. Hier leben unter anderem an die 30 Kois und vier sibirische Störe. „Als die noch kleiner

waren, hatten wir manchmal Angst, weil Storch,Graureiher und Waschbären vorbeiguckten, aber jetzt sind sie zu groß, lassen sich wohl nicht mehr so leicht wegschleppen“. Als die Schildkröten versorgt werden, eine von ihnen ist die Schmuckschildkröte ERNA, die aus der Nuthe, die dem Kolberg´schen Pferdehof zugelaufen war und weitergereicht wurde, kommen ganz selbstverständlich auch noch die Amseln, Schwarzdrosseln und ein Stieglitz zum Fressen. Paradiesische Zustände. Nur Jutta Busse hätte eben gern auch noch einen Platz auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück, wo sie sich ungestört sonnen kann. Als ihr Mann anfing die Veranda auszubauen, freute sie sich auf einen Wintergarten. Es wurde ein Terrarium für die Leguane. Im letzten Jahr wohnte ein Hornissenschwarm in einem hohlen Baum im garten und die Einflugschneise lag in der Nähe der Terrasse. Der Einzige, der von den großen, unter Naturschutz stehenden Insekten nicht attackiert wurde, blieb Dietmar. Man muss sich nur ruhig verhalten, war auch hier seine Devise. Gelernt hat der heutige Wachmann immer von der Natur, in seinem früheren Beruf als Schäfermeister, und noch viel früher in seiner Kindheit. Er ist auf einem Bauernhof groß geworden und ein Leben ohne Tiere währe für ihn ein verlorenes Leben.Schon hat er ein Becken geplant, als Biotop mit Bachlauf, „damit sich Molche ran ziehen“. Feuersalamander, Unken und ein Stammpersonal von Laubfröschen gibt es bereits. Wenn bald die Erdkröten schlüpfen, müssen die Menschen auf dem Grundstück aufpassen, wo sie hintreten. Auch dass die Kabel im Kasten mit den Pumpenanlagen sich bewegen, irritiert keinen mehr. Längst sind hier Ringelnattern und Kreuzottern eingezogen. Und weil für Dietmar Busse die Schlange zu den idealen Haustieren gehört, bringt er auch den Ringelnattern immer mal ein Stückchen Fleisch vorbei. „Währe schön, sie zu zähmen“, sagt er und betrachtet gedankenverloren ein U-förmiges Mal auf seinem Unterarm. Das stammt vom Abwehrbiss einer Boa, die dabei viele Zähne verlor. Aber kein Problem, die Zähne wachsen wieder nach und die aus dem Arm werden herauseitern. Ob das mal nicht eine Eifersuchtsreaktion war.

Denn nur die Pythons dürfen schwimmen.

 

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